Leitfaden zum Complete Repertory
Textveränderungen in Kents Repertorium
Veränderungen von Arzneimittelabkürzungen
Im Repertorium benutzte Arzneimittelgrade
Reorganisation von Rubriken – Kapitel Gemüt
Reorganisation von Rubriken – Andere Kapitel
Die wichtigsten Repertorien, die in diesem Jahrhundert benutzt wurden, sind Kents Repertorium, Bönninghausens Therapeutisches Taschenbuch, Bogers Bönninghausen Repertory, Barthel und Klunkers Synthetisches Repertorium und Künzlis Repertorium Generale. Ganz offensichtlich sind das alles ausgezeichnete Repertorien, aber alle haben ihre Fehler und Unzulänglichkeiten. Der Reichtum und die Genauigkeit unserer Repertorien ist von entscheidender Bedeutung, da wir sie als die Hauptwerkzeuge benutzen, die uns zur Wahl des Simillimum führen. Daher benötigen wir ein Repertorium, das so viel relevante Informationen abdeckt wie nur möglich und so viele Rubriken wir nur möglich anhand der Originalquellen verifiziert hat.
- Um zuverlässig zu sein, sollte das Repertorium auf die älteste Quelle eines Arzneimitteleintrags verweisen statt auf später erschienene.
- Um Kontinuität zu bewahren, sollte es für jede Rubrik der anderen großen Repertorien die Seitenzahl angeben.
- Um dem Anfänger und dem erfahrenen Praktiker dabei zu helfen, genau das zu finden, wonach sie suchen, sollte es umfangreiche Querverweise enthalten.
- Und um uns in die Lage zu versetzen, direkt auf das Simillimum zuzusteuern, sollte es alle Ergänzungen aus allen verfügbaren, verlässlichen Quellen beinhalten.
Ursprünge und Aufbau
Die Quelleninformation
Die Quelleninformation, die wir benutzt haben, stammt aus der ersten, dritten und sechsten amerikanischen Auflage von Kents Repertorium. Diese Information wurde mit vielen Korrekturen und Ergänzungen kombiniert, die in den folgenden Quellen gefunden wurde:
- Homöopathischen Zeitschriften
- Pierre Schmidt und H. Chands Final General Repertory
- Jost Künzlis Repertorium Generale
- Sivaramans Additions and corrections to Kent’s Repertory [Ergänzungen und Korrekturen zu Kents Repertorium]
- Boger’s Additions to Kent’s Repertory [Ergänzungen zu Kents Repertorium] und
- CCRHs Korrekturen zu Bogers Bönninghausen Repertory (es gibt Material in Kents Repertorium, das aus diesem Repertorium stammt).
Zusätzlich zu den oben genannten Korrekturen wurden verwirrende Arzneimittelabkürzungen in großem Umfang verifiziert und korrigiert. Beispiel: am-br. statt ambr. oder cocc. statt coc.c. oder umgekehrt.
Textveränderungen in Kents Repertorium
Die Hierarchie und der Text jeder Rubrik wurde untersucht und Inkonsistenzen wurden korrigiert.
Das wichtigste Wort einer Rubrik wurde an den Anfang derselben gestellt. Beispiel: during urination [während des Urinierens] wurde geändert zu urination, during [Urinierens, während des].
Die Rubriken wurden innerhalb der Hierarchie, die in Kents Repertorium benutzt, wurde neu alphabetisch sortiert und diese Hierarchie wurde im Vergleich zu der Kentschen verbessert. Die Hierarchie der Rubriken wurde nach folgendem Format neu strukturiert: Allgemein; Seiten (einseitig, links, rechts); Zeiten; agg. und amel.; Modalitäten und Konkordanzen; erstreckt sich zu; Orte und Empfindungen (Schmerz).
Alle agg.-Rubriken mit amel.-Unterrubriken wurden reorganisiert: Beispiel
| Bücken, agg.: | ||
| amel.: | ||
| wurde zu | Bücken: | |
| agg.: | ||
| amel.: | ||
Ältere Terminologie wurde, wo es klar ersichtlich notwendig war durch neuerer Terminologie ersetzt, wobei [für die englische Ausgabe, Anm. d. Übers.] die amerikanische Schreibweise benutzt wurde. Beispiel: miscarriage [Fehlgeburt] wurde unter abortion [Abort] aufgenommen, und siesta [Nachmittagsschlaf] unter afternoon sleep [Nachmittagsschlaf].
Der Text der Rubriken wurde, wenn er unklar war, korrigiert um mit dem Quellentext der Materia medica übereinzustimmen.
Wir ersetzten den inkonsistenten Gebrauch einiger Wörter mit derselben Bedeutung durchweg durch ein einziges Wort. Beispiel: micturition [Miktion] wurde urination [Urinieren], qualmishness [Übelkeit] wurde nausea [Übelkeit].
Veränderungen von Arzneimittelabkürzungen
Unterschiedliche Abkürzungen für ein und dasselbe Arzneimittel wurden zusammengeführt. Beispiel: Kaol and Alum-sil wurden Alum-sil. (Ein vollständige Liste der Veränderungen von Arzneimittelabkürzungen ist im Anhang zu finden.)
Die Arzneimittel wurden innerhalb jeder Rubrik neu alphabetisch angeordnet entsprechend der alphabetischen Reihenfolge der Abkürzungen statt der alphabetischen Reihenfolge der ausgeschriebenen Arzneimittelnamen.
Einige Arzneimittelabkürzungen wurden verändert, um sicherzustellen, dass weniger Verwirrung besteht in Bezug darauf, wofür jede Abkürzung steht. Die Verwirrung war besonders für Mineralsalze, Metalle, Azide und Azetate ausgeprägt gewesen.
Aceticums, aceticas enden mit -acet. Ehemals -a oder -ac oder -acet. Beispiele: Am-a wurde zu Am-acet.
Alkaloide enden mit –in (obwohl es weiterhin ein paar Ausnahmen gibt). Beispiel: Dub. wurde zu Dubin., Coni-br. wurde zu Conin-br.
Arsenicosums, arsenicicums etc. enden mit -ar. Ehemals -ar oder -a. oder -ars. Beispiel: Nat-a wurde zu Nat-ar.
Karbonate enden mit -c. Eine Ausnahme aufgrund des Gewichtes seines Gebrauches und der Tradition ist Calcarea carbonica das weiterhin Calc bleibt.
Zyanate enden mit -cy. Ehemals manchmal -c. Beispiel Arg-c wurde zu Arg-cy.
Ferrozyanate enden mit -fcy. Ehemals -fer. Beispiel: Kali-fer wurde zu Kali-fcy.
Iris. Alle Iris-Arten beginnen nun mit Iris- gefolgt von der Abkürzung der Subspezies.
Magnete beginnen mit M- (ehemals Mag-), um Verwirrung mit den Magnesium-Arten zu vermeiden, die alle Mag- bleiben. Beispiel: Mag-p-a wurde zu M-p-a.
Laktate enden mit -l. Ehemals -l oder -lac. Beispiel: Ferr-lac wurde zu Ferr-l.
Metalle haben überhaupt kein Suffix. Beispiel: Arg-m wurde zu Arg. Viele Metalle wie Aurum hatten kein Suffix, während einige, wie Arg-m., eines hatten. Die Ausnahme zu dieser Regel aufgrund des Gewichtes seines Gebrauches und der Tradition ist Arsenicum metallicum, das Ars-met leibt. Das Suffix -met vermeidet Verwechslung mit den Muriaten (-m) und trennt es von Ars, das für Arsenicum album steht (das in Zukunft vielleicht zu Ars-o wird, da es für Arsenicum oxidatum steht).
Muriate enden mit -m. Ehemals -m oder mur. Beispiele Arg-mur wurde zu Arg-m.
Nitrite, Nitrate usw. enden mit -n. Ehemals manchmal -nit. Beispiel: Stront-nit wurde zu Stront-n.
Oxide enden mit -o. Ehemals -ox oder -o. Beispiel: Ant-ox wurde zu Ant-o.
Oxalate enden mit -ox. Ehemals -ox oder -o. Beispiele: Kali-o wurde zu Kali-ox.
Sulfate, Sulfite usw. enden mit -s. Ehemals manchmal -sul oder -s. Beispiele: Merc-sul wurde zu Merc-s.
Viele Abkürzungen kleinerer Mittel wurden verändert, damit sie nicht mit anderen Arzneimittelabkürzungen verwechselt werden, die für völlig andere Arzneimittel stehen. Beispiel: Cocc-s. (Coccinella septempunctata, ein Insekt) wurde zu Cocci-s um es nicht mit Cocc (Cocculus indicus, eine Pflanze) zu verwechseln. Man könnte sonst denken, Cocc-s sei eine weitere Art der Cocc-Familie, was nicht der Fall ist. Beispiel: Crot-t (Croton tiglium, eine Pflanze) wurde zu Croto-t um nicht mit Crot-h und Crot-c, den Crotalus-Schlangen, verwechselt zu werden.
Im Repertorium benutzte Arzneimittelgrade
Arzneimittelgrade wurden nach spezifischen Regeln für die Grade, wie sie in der Materia medica zu finden sind, gewählt. Hier ein paar Beispiele.
| Complete Repertory | ||
| Hahnemanns Reine Arzneimittellehre und Chronische Krankheiten | ||
| (In Klammen) | nicht relevant genug, um es zu verwenden | |
| Normaler Druck | selten bei Prüfungen / Patienten gesehen | Erster Grad: normale Schrift |
| Fettdruck | oft bei Prüfungen / Patienten gesehen | Zweiter Grad: kursiv |
| Stapfs Archiv und Ergänzungen der Reinen Arzneimittellehre | ||
| Normaler Text | Erster Grad: normale Schrift | |
| G e s p e r r t e r Text | Zweiter Grad: kursiv | |
| Noack und Trinks Handbuch der Homöopathischen Arzneimittellehre | ||
| Normaler Text | Erster Grad: normale Schrift | |
| G e s p e r r t e r Text | Zweiter Grad: kursiv | |
| Jahrs New Manual of Homeopathic Practice | ||
| Normaler Text | Erster Grad: normale Schrift | |
| Kursiver Text | Zweiter Grad: kursiv | |
| (beide können pathogenetische Symptome aus Prüfungen enthalten, die beim Patienten geheilt wurden, und pathogenetische und klinische Symptome jeweils in normaler und kursiver Schrift.) | ||
| Herings Guiding Symptoms, Analytical Repertory of the
Symptoms of the Mind Knerrs Repertory to the Guiding Symptoms |
||
| | oder kein Zeichen | gelegentlich bestätigtes Prüfungssymptom | Erster Grad: normale Schrift |
| || | häufiger bestätigtes Prüfungssymptom | Erster Grad: normale Schrift |
| | (fette Schrift) | durch Heilungen verifizierte Symptome | Zweiter Grad: kursive Schrift |
| || (fette Schrift) | wiederholt durch Heilungen verifizierte Symptome | Dritter Grad: fette Schrift |
| bewährtes Charakteristikum | Dritter Grad: fette Schrift | |
| Θ, der griechische Buchstabe Theta zeigt einen spezifischen pathologischen oder physiologischen Zustand an, während dessen ein spezifisches Symptom vom Arzneimittel geheilt wurde. Wir haben diese Arzneimittel aufgenommen, wenn mehr als ein Eintrag für diese Situation vorhanden war und / oder wenn diese Einträge nicht in normaler Schrift waren. Diese Arzneimittel haben einen bestimmten Wert, der nicht auf diese spezifische Situation begrenzt ist und sollten daher aufgeführt werden. Vergiftungssymptome wurden mit aufgenommen. Π Symptome wurden mit aufgenommen, sie stehen für Symptome, die an Kranken beobachtet wurden. Das Repertorium von Knerr übergeht die Θ und Π Symptome. | ||
| T. F. Allens Encyclopedia of Pure Materia Medica | ||
| Normaler Text | nicht verifizierte Symptome | Erster Grad: normale Schrift |
| * Normaler Text | verifizierte Symptome | Erster Grad: normale Schrift |
| Kursiver Text | häufiger bei Prüfungen | Zweiter Grad: kursive Schrift |
| * Kursiver Text | häufiger bei Prüfungen, in Heilungen verifiziert | Zweiter Grad: kursive Schrift |
| Fetter Text | häufiger bei Prüfungen | Dritter Grad: fette Schrift |
| * Fetter Text | häufiger bei Prüfungen und in Heilungen verifiziert | Dritter Grad: fette Schrift |
| H. C. Allens Materia Medica of the Nosodes Allen benutzte wahrscheinlich eine Kombination von Informationen von Jahr und Hering |
||
| | oder kein Zeichen | Prüfungssymptom, nicht oder nur gelegentlich bestätigt | Erster Grad: normale Schrift |
| || | häufiger bestätigtes Prüfungssymptom | Zweiter Grad: kursive Schrift |
| Kursiv | häufiger bestätigtes Prüfungssymptom? | Zweiter Grad: kursive Schrift |
| | Kursiv | durch Heilungen verifizierte Symptome? | Zweiter Grad: kursive Schrift |
| ||| | häufiger bestätigtes Prüfungssymptom | Dritter Grad: fette Schrift |
| Θ, der griechische Buchstabe Theta zeigt einen spezifischen pathologischen oder physiologischen Zustand an, während dessen ein spezifisches Symptom vom Arzneimittel geheilt wurde. (siehe Lac vaccinum defloratum) | ||
| W. Boerickes Materia Medica, O. Boerickes Repertory | ||
| Normaler Text | Erster Grad: normale Schrift | |
| Kursiver Text | Zweiter Grad: kursive Schrift | |
| J. H. Clarkes Dictionary of Practical Materia Medica | ||
| Normaler Text | Erster Grad: normale Schrift | |
| Kursiver Text | Zweiter Grad: kursive Schrift | |
| Kents Lectures on Homeopathic Materia Medica, Lesser Writings, Minor Writings | ||
| Normaler Text | Erster Grad: normale Schrift | |
| Kursiver Text | Zweiter Grad: kursive Schrift | |
| GROSSBUCHSTABEN | Dritter Grad: fette Schrift | |
| Bogers Bönninghausen Repertory Bönninghausens Therapeutisches Taschenbuch und Systematisch Alphabetisches Repertorium der Antipsorischen Nicht-Antipsorischen Arzneien Bönninghausens Gradeinteilung wurde von Hering benutzt. |
||
| (Text in Klammern) | vorbehaltlich | |
| Normaler Text | Erster Grad: normale Schrift | |
| Kursiver Text | Zweiter Grad: kursive Schrift | |
| Fett und erster Buchstabe Groß | Dritter Grad: fette Schrift | |
| GROSSBUCHSTABEN | Dritter Grad: fette Schrift | |
| FETTE GROSSBUCHSTABEN | Dritter Grad: fette Schrift | |
Alle neuen Rubriken, die in diesen Repertorien nachgewiesen wurden, sind in dem Grad aufgenommen wurden, wie sie in diesen Repertorien vorliegen, mit Ausnahme der Arzneimittel in fetter Großschrift, was für den vierten Grad in diesen Repertorien steht. Dieser Grad wurde bei der Aufnahme der Information im Complete Repertory auf den dritten Grad herabgesetzt.
Einige Grade wurden verändert, wobei nach Konsultation von Kents Lectures, Lesser Writings und Minor Writings der ursprüngliche Grad des jeweiligen Arzneimittels in Kents Repertorium überschrieben wurde. In solchen Fällen finden Sie die ID No. 58 (Einträge aus Kents Repertorium haben keine ID-Nummer), was bedeutet, dass Sie es mit Informationen zu tun haben, die aus Kents Materia medica Arbeit stammt, die nach Abschluss des Repertoriums geschrieben wurde.
Einige Grade wurden zu einem höheren Grad aufgewertet, basierend auf den gedruckten und handschriftlichen Informationen von P. Schmidt, die in seinen Manuskripten und Kopien von Kents Repertorium zu finden waren. Diese Veränderungen bekommen die ID No. 122 oder die ID-Nummer des ältesten Originalautors. Alle Arzneimittel im vierten Grad kommen von P. Schmidt, können aber auch eine ältere ID-Nummer haben.
Einige Grade wurden unter Benutzung von J. Künzlis Repertorium Generale ohne
weitere Erwähnung verändert. Der Text des Complete Repertory sollte identisch
mit dem Text des Repertorium Generale sein. Dieses Buch wurde in den letzten
Jahren der Repertoriumsstandard in Kentschem Stil und wurde von der Künzli-Gruppe
unter Supervision von D. Spinedi umfassend geprüft.
Sobald wir das Gefühl hatten, das genaueste und korrekteste Repertorium in Kentschem Stil das nur möglich war, geschaffen zu haben, begannen wir, an weiteren Verbesserungen und Ergänzungen zu arbeiten.
Reorganisation von Rubriken – Kapitel Gemüt
Es kam zu einigen wichtigen Änderungen und Ergänzungen der Rubriken des Kapitels Gemüt. Die Träume wurden in das Kapitel Gemüt aufgenommen. Nach Gesprächen mit vielen Homöopathen bildete sich die allgemeine Idee, dass die Träume einen wesentlichen Teil des Kapitels Gemüt darstellen. Die Träume repräsentieren emotionale Eindrücke und geistige Belastungen.
Der Ort für die Rubriken für Sprache in den Kapiteln Gemüt und Mund wurde verändert. Der ursprüngliche Grund, warum Kent die Rubriken für Sprache auf diese beiden Kapitel aufteilte, war, dass er wollte, dass diejenigen Rubriken für Sprache, die eine mentale/emotionale Ätiologie haben, von denen unterschieden sind, die eher physiologische Ursache hatten. Nichtsdestotrotz wurden viele Rubriken durcheinander gebracht und ließen Fehlinterpretationen zu. Wir untersuchten die Bedeutung der Rubriken erneut und setzten Sie dann entweder in das neue Kapitel SPRECHEN & STIMME, oder wir setzten sie unter andere Hauptrubriken, hauptsächlich Reden, redet, wenn deren Äthiologie eher eine emotional-mentale war. Beispiel: GEMÜT; Sprache; verlegen (Kent S. 81) wurde zu GEMÜT; Reden, redet; verlegen. Beispiel: GEMÜT; Sprache; unzusammenhängend (Kent S. 81) wurde Sprechen & Stimme; Sprechen; unzusammenhängend. Die Hauptrubrik unter SPRECHEN & STIMME umfasst all die Rubriken, die einen Bezug zur motorischen Funktion des Sprechens haben.
Die körperlichen Ängste und Befürchtungen wurden ins Kapitel GEMÜT unter Angst aufgenommen. Der Grund dafür ist, dass sie, obwohl sie in einem spezifischen Teil des Körpers empfunden werden, trotzdem Ausdruck des emotionalen Wertes sind und daher in das Kapitel Gemüt aufgenommen werden sollten. Natürlich haben wir diese Rubriken auch in den Kapiteln der spezifischen Körperteile beibehalten. Beispiel: MAGEN; Angst wurde in Gemüt; Angst; Magen, aufgenommen.
Die getrennten Hauptrubriken des Gemüts Talk; Talking und Talks [Reden, redet usw.] wurden zu einer Rubrik mit dem Namen Reden, redet zusammengefasst da sie von der Bedeutung her inkonsistent und daher verwirrend waren.
Die Unterrubriken unter den Hauptrubriken Wahnideen, Träume und Furcht, die Tiere, den Körper oder Körperteile angeben, wurden unter den Überschriften Körper, Körperteile oder Tiere zusammengefasst. Beispiel: Furcht; Hunden, vor (Kent S. 44) wurde Furcht; Tieren, vor; Hunden, vor.
In der Hauptrubrik Wahnideen wurden viele Unterrubriken mit derselben Bedeutung gefunden und die enthaltenen Arzneimittel wurden an den geeignetsten Ort verschoben und die geeignetste Formulierung, die Information wiedergibt. Querverweise auf die neuen Stellen zeigen an, wohin eine spezifische Rubrik von Kent verschoben wurde.
Reorganisation von Rubriken – Andere Kapitel
In allen Kapiteln wurden die Rubriken Verfärbung und Hautausschläge reorganisiert, so dass sie nun in dasselbe hierarchische Layout passen. Das Layout ist: die allgemeine Rubrik, dann die Unterrubriken in Bezug auf die Zeitmodalitäten, die allgemeinen Modalitäten und die Orte, gefolgt von den spezifischen Farben oder dem spezifischen Typ von Hautausschlag mit ihren spezifischen Orten als Unterrubriken. Kents Darstellung war nicht konsistent. In einige Kapiteln benutz er diese Hierarchie, in anderen erscheinen die Orte zuerst mit den Spezifika als Unterrubriken.
In allen Kapiteln, mit Ausnahme der Kapitel KOPFSCHMERZEN und GLIEDERSCHMERZEN, wurden die Schmerz-Hauptrubiken neu hierarchisch angeordnet. Sie sollen mit Allgemeinem beginnen, mit den Unterrubriken angeordnet nach Zeitmodalitäten, allgemeinen Modalitäten und Causae und den „erstreckt sich“ Rubriken gefolgt von den Schmerztypen einschließlich „wandern“, „ausstrahlend“ und „pulsierend/pochend“ die ehemals in den Unterrubriken von Schmerz; allgemein zu finden waren. Die Schmerz-Rubriken aus den Kapiteln KOPF und EXTREMITÄTEN wurden in eigene Kapitel verschoben, um die Verwirrung zu reduzieren, die aus deren Größe und der Tiefe der Hierarchie resultieren.
Einige Orte in bezug auf den Körper wurden aus mehreren Kapiteln in ein einziges verschoben, um Konsistenz zu erzielen. Stirn als Ort konnte man sowohl im Kapitel GESICHT wie im Kapitel KOPF finden. Sie ist nun im Kapitel GESICHT enthalten, mit Querverweisen an den alten Stellen. Im Kapitel NASE wurden unter Hautausschlägen nur die belassen, die für Hautausschläge, innen stehen, alle anderen wurden ins Kapitel GESICHT verschoben. Im Kapitel GESICHT wurden Orte für „Augenbrauen, um die“ ergänzt, von denen die meisten aus dem Kapitel AUGE stammen. Hautausschläge um die Augen im Kapitel AUGE blieben dort. Man könnte sie jedoch auch in das Kapitel GESICHT stellen.
Alle Geräusche in allen verschiedenen Kapiteln wurden, wie im Kapitel OHR, unter der Hauptrubrik Geräusche zusammengestellt.
In Anlehnung an die handschriftlichen Vorschläge von Kent, wie sie in den Kopien von Kents Repertorium von P. Schmidt nachzulesen sind, wurden neue Kapitel für RIECHEN und GESCHMACK eingeführt, ähnlich den bereits bestehenden Kapiteln für SEHEN und HÖREN.
Die Rubriken Abneigung und Verlangen in MAGEN wurden ins Kapitel ALLGEMEINES verschoben, wo man sie unter der Hauptrubrik Speisen und Getränke eingefügt vorfindet.
Im Kapitel MAGEN wurden die Rubriken Indigestion [Verdauungsstörung] und Disordered [Magenverstimmung] neu organisiert, so dass nun die Rubrik Magenstörung alle Modalitäten um das Thema Verdauungsstörung und Magenverstimmung enthalten und Gestört alle spezifischen Speisen enthält, die Verdauungsstörung oder Magenverstimmung verursachen.
Im Kapitel ABDOMEN wurden alle Einträge Epigastrium ins die allgemeinen Magenrubriken des Kapitels MAGEN verschoben.
Im Kapitel STUHL wurden alle Farben unter die Hauptrubrik Farbe gestellt, ähnlich wie Kapitel HARN.
In den Kapiteln MÄNNLICHE GENITALIEN und WEIBLICHE GENITALIEN wurden die Rubriken für Excitement [Erregung], Sexual passion [Sexuelle Leidenschaft] und Desire diminished [Verlangen vermindert] neu angeordnet als Unterrubriken von Sexuelles; Verlangen als Trieb; gesteigert bzw. vermindert. Im Kapitel WEIBLICHE GENITALIEN wurden die Rubriken Menses, Ausfluss, Fluor und Lochien mit allen allgemeinen Modalitäten unter der Rubrik Allgemein angeordnet, gefolgt von den Rubriken, die das Aussehen von Menses, Fluor und Lochien beschreiben.
Ein neues Kapitel wurde angelegt, das diejenigen Sprach-Rubriken aus GEMÜT und MUND enthält, die mit Problemen der Erzeugung von Sprache in Zusammenhang stehen und den Rubriken Stimme, die ehemals im Kapitel LARYNX & TRACHEA zu finden waren. Die Rubriken der Sprache, die Bezug auf einen emotionalen Hintergrund haben, wurden in das Kapitel GEMÜT unter Reden, redet gestellt.
Im Kapitel ATMUNG wurden die Unterrubriken von Schwierig und Behindert miteinander verglichen und wenn sie dieselben waren, wurden sie zusammengefasst und unter Schwierig gestellt mit Querverweisen an den ursprünglichen Stellen der Rubriken, die verschoben wurden. Andere Rubriken bekamen Querverweise, die sie mit ähnlichen Rubriken in der anderen Hauptrubrik verknüpfen.
Das Kapitel FIEBER wurde umbenannt in FIEBER, HITZE. Das Kapitel CHILL [Frost] in CHILL, CHILLINESS [Frost, Frösteln] [In der deutschen Ausgabe weiterhin nur Frost, Anm. d. Übers.]. Die hier enthaltene Hauptrubrik Frösteln ist verwirrend und könnte möglicherweise mit ähnlichen Rubriken im Kapitel Allgemeines zusammengefasst werden.
Im Kapitel HAUT wurden alle Schmerzen unter Schmerzen gestellt, mit der normalen Hierarchie, wie sie in Kents Repertorium benutzt wird und weiterentwickelt und aktualisiert wie im nachstehenden Text erläutert. In den Unterrubriken von Ulzera wurden die Schmerzen nach denselben Prinzipien wie bei den Schmerzen in anderen Kapiteln neu angeordnet.
In ALLGEMEINES wurden Abusus von bestimmten Substanzen und Vergiftung mit bestimmten Substanzen unter die Hauptrubriken Abusus und Vergiftung gestellt.
Viele weitere kleinere Reorganisations-Arbeiten wurden durchgeführt, aber es sind zu viele und es ginge zu weit, sie alle hier zu erwähnen.
Ergänzungen, neue Rubriken und Querverweise
Wir haben Ergänzungen aus verschiedenen Quellen vorgenommen und dabei Informationen über die Zuverlässigkeit der Autoren herangezogen und als Richtschnur für die Qualität Buchbesprechungen für diese Quellen aus alten homöopathischen Zeitschriften benutzt.
Als allgemeine Regel haben wir versucht, für die Ergänzungen diese vom ältesten verfügbaren Autoren zu machen. Wir berücksichtigten auch den Arzneimittelgrad der Ergänzungen und der existierenden Informationen, um die stichhaltige Information in Kents Repertorium nicht zu zerstören. Die Originalquelle wird bei den Ergänzungen genannt. In den meisten Fällen steht umfangreiche Materia medica zur Bestätigung und Prüfung der Information zur Verfügung. Die älteren Autoren haben mehr über ihre eigenen Entdeckungen geschrieben, als ihre späteren Kollegen!
Das ist der Grund, warum manche Ergänzungen in diesem neuen Repertorium von ganz anderen Quellen kommen, als man erwarten würde. Aus Gründen der Zuverlässigkeit wurden Informationen, die nicht in Schriftform bestätigt oder überprüft werden können, nicht aufgenommen. Wenn Information, die Sie gerne in diesem Repertorium sehen würden, veröffentlicht wird, so werden sie aufgenommen werden.
Neue Rubriken wurden angelegt, wenn in Kents Repertorium keine existierenden Rubriken vorhanden waren, die deren Bedeutung abdeckten. Wir untersuchten die Bedeutung der Rubrik unter Benutzung von Informationen in der Materia medica und den Informationen in zeitgenössischen Wörterbüchern. Auch sollte die hinzuzufügende Rubrik wirklichen homöopathischen Wert haben, d.h. die neue Information sollte Information sein, die dem behandelnden Homöopathen hilft, das richtige Mittel zu finden.
Querverweise wurden eingeführt, um dabei zu helfen, so viele nahe beieinanderliegende Alternativen zu einer spezifischen Rubrik aufzufinden, wie nur möglich. Die meisten der ähnlichen, aber trotzdem etwas unterschiedlichen Rubriken wurden als Querverweise für viele Rubriken aufgenommen. Das gibt uns eine bessere Auswahl für unsere Patienten.
Viele zusätzliche, neue Informationen wurden aufgenommen, wie beispielsweise Rubriken, die Sie im Repertorium zur richtigen Fundstelle der Rubrik führen, die Sie benötigen. Diese Informationen bestehen hauptsächlich aus Synonymen und / oder moderner Terminologie für eine spezifische Rubrik.
Zeichenerklärung zum Complete Repertory
Verweise und Querverweise
Verweise sind mit Rubriken verknüpft, die keine Arzneimittel enthalten und weisen auf Rubriken, die man sich anschauen sollte und die Arzneimittel enthalten. Verweise beginnen mit einem → Zeichen, gefolgt von einem • für jeden weiteren Verweis.
Querverweise sind mit Rubriken verknüpft, die Arzneimittel enthalten, folgen nach den Arzneimitteln dieser Rubrik und weisen auf Rubriken, die eine verwandte Bedeutung haben. Querverweise beginnen immer mit einem • Zeichen.
Weist ein Verweis auf Rubriken, die in derselben Hauptrubrik oder Unterrubrik zu finden sind, dann wird der erste Buchstabe dieser Verweise [in der englischen Fassung, Anm. d. Übers.] in Kleinbuchstaben geschrieben und das Wort kursiv dargestellt. Beispiel Miktion → Harnentleerung, wobei Harnentleerung auf derselben Ebene steht.
Weist der Verweis auf eine Hauptrubrik, dann wird der erste Buchstabe des Verweises [in der englischen Fassung, Anm. d. Übers.] großgeschrieben und das Wort kursiv. Beispiel: Sprechen, durch → Reden, redet; agg.
Wenn der Verweis eine Rubrik in einem anderen Abschnitt des Repertoriums anzeigt, dann wird der Titel des Abschnittes in Großbuchstaben und kursiv dargestellt. Beispiel: • ALLGEMEINES; Wetter; trübe; agg.
Strichpunkte (;) stehen für die hierarchische Ebene innerhalb der Rubrik. Beispiel: • Anstrengung; geistige; agg
Bindestriche (-) in Verweisen deuten an, dass auf mehrere Unterrubriken innerhalb derselben Hauptrubrik verwiesen wird. Beispiel: •Furcht; schlechte Nachrichten; Hören von - Grauenhafte Dinge - traurige Geschichten steht für Furcht; schlechte Nachrichten oder Furcht, Grauenhafte Dinge oder Furcht; traurige Geschichten. Mehrfache Verweise auf derselben Ebene werden immer in alphabetischer Reihenfolge angegeben. Verweise auf verschiedene andere Abschnitte werden in der Reihenfolge angegeben, wie sie im Repertorium erscheinen, entsprechend dem Kopf-zu-Fuß-Schema.
Autoren Identifikationsnummern
Die Identifikationsnummern von Autoren (IDs) basieren auf der zeitlichen Abfolge, wann die Autoren ihr Werk zum ersten Mal veröffentlicht haben. Dies ist eine Veränderung gegenüber dem System, das in den Computer-Versionen des Complete Repertory vor Version 3.1 benutzt wurde, im Synthetischen Repertorium und dem Repertorium Generale. Sie kennzeichnen, wann die Ergänzung gemacht wurde und von wem. Autorennummern werden als tiefgestellte Zahlen hinter der Arzneimittelabkürzung angegeben.
Arzneimittelgrade
Normale Schrift Arzneimittel im ersten Grad
Fett-kursiv Arzneimittel im zweiten Grad
FETT-GROSSBUCHSTABEN Arzneimittel im dritten Grad
FETT-GROSSBUCHSTABEN-UNTERSTRICHEN Arzneimittel im vierten Grad.
Diese Darstellung ergibt eine klare Unterscheidung der Grade.
Seitenangaben für Repertorien
Es wurden Seitenangaben für Kents Repertorium [K], das Synthetische Repertorium [SI oder SII oder SIII] und das Repertorium Generale [G] für diejenigen Rubriken angegeben, die in diesen Repertorien genannt werden. Die Seitenangaben stehen in eckigen Klammern und direkt nach dem Text der Rubrik. Beispiel: mental [K95, SI 23, G76] gibt an, dass die Rubrik in Kents Repertorium auf Seite 95 zu finden ist, im Synthetischen Repertorium Band 1 in Spalte 23 und im Repertorium Generale auf Seite 76.